Langenzenn - Laubendorf - Keidenzell - Roßendorf

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Newsletter Nr. 13/2020 der Evang.-Luth. Pfarrei Langenzenn vom 24.10.2020

Hallo lieber Leser, wir sagen herzlich "Grüß Gott" und wünschen Ihnen viel Freude bei der Lektüre unseres Newsletters!

Gedankensplitter: Sprache für die Seele

Sonnenuntergang
Foto: Jürgen Kern

Ich habe Ingenieurwissenschaften studiert. Das Studium ist sehr naturwissen­schaft­lich und technisch orientiert. Ursache und Wirkung, Erforschung und Erklärung von Zusammenhängen, Berechnung und Interpretation von Ergebnissen auf Grundlage von Eingangsgrößen, Randbedingungen und beweisbaren Formeln - das sind die Dinge, mit denen man sich in so einem Studium und später auch im Ingenieurberuf hauptsächlich beschäf­tigt. Ich arbeite seitdem durchgehend in einem hochtechnischen Umfeld, in dem Berechenbarkeit und Planbarkeit der Abläufe und Prozesse die Hauptrolle spielen.

Da ich aus meinem christlichen Glauben und auch aus meinem Engagement für die Kirche keinen Hehl mache, bekomme ich des öfteren die Frage zu hören, wie denn das zusammenginge: Naturwissenschaft einerseits und Glaube andererseits. Das "Paradebeispiel" für diesen (scheinbaren) Widerspruch: die 7 Tage Schöpfungsgeschichte gegen die knapp 14 Milliarden Jahre seit dem Urknall. Was stimmt den nun? 7 Tage ODER 14 Milliarden Jahre?

Ich zitiere an diesem Punkt immer gerne den bekannten Astrophysiker und bekennenden Protestanten Prof. Dr. Harald Lesch: "Die Naturwissenschaft allein liefert letztendlich nur ein Natur-Bild. Die Naturwissenschaft kann das "Wie" der Welt erklären. [...] Wir aber geben uns mit dem "Wie" nicht zufrieden. Wir sind Sinn-Suchende. Wir wollen wissen, woher, wohin und warum. Und auf diese existenziellen Fragen geben uns die Naturwissenschaften keine Antworten."

Es ist also für mich gar keine Frage des ODER, sondern ich möchte eher das UND ergründen. Ein Ansatzpunk für mich ist dabei unser Sprache. Wir reden zum Beispiel vom "Aufgang der Sonne". Das ist völlig unwissenschaftlich, weil wir heute wissen, dass sich die Erde bewegt, und nicht die Sonne. Aber alleine der Ausdruck berührt uns auf einer ganz anderen Ebene und in einer viel größeren Tiefe als die wissenschaftlich korrekte Erklärung das je könnte. "Die Sonne geht auf", das ist sozusagen "Sprache für die Seele", weil es sie in eine Resonanz versetzt mit unserer ureigenen Sinn-Suche: wir sind keine zufälligen Passagiere auf einem von zig Milliarden sich drehender Planeten.

Die Bibel ist voll mit dieser "Sprache für die Seele". Das ist für mich einer der Gründe, warum sie auch in unserer heutigen Zeit noch so geschätzt ist. Das Ostergeschehen, die Himmelfahrt, das Pfingstwunder, die Heilungen Jesu, die Speisewunder, die Schöpfungsberichte - alles naturwissenschaftlich nicht erklärbar, für den analytischen Verstand nicht fassbar. Aber die Seele wird davon berührt und versteht: alles ist von guter Hand geplant, gemacht und gewollt. Ich bin gewollt. Das ist ungeheuer beruhigend, und in dieser sprichwörtlichen "Seelen-Ruhe" begreife ich Wissenschaft und Glaube nicht gegeneinander, nicht nebeneinander, sondern miteinander.

Ich wünsche Ihnen gerade in diesen Zeiten, in denen die Sinn-Frage vielleicht mehr als sonst offenbar wird, ganz besonders viel "Seelen-Ruhe". Und ich zitiere noch einmal Professor Lesch: "Für unsere nie versiegende Suche nach Sinn bleiben uns Glaube, Liebe und Hoffnung."

Herzlichst, Ihr Jürgen Kern

Gotttesdienste in unserer Pfarrei

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Herzliche Einladung zum Gottesdienst am Sonntag, den 24.Mai 2020 um 10 Uhr in der Stadtkirche Langenzenn!
Im Monat Mai darf alles wieder neu beginnen und ist es nicht auch so, dass wir Menschen uns danach sehnen? Nach den Blüten, die den Winter ablösen und einen neuen Zyklus ermöglichen.
Unsere Seele kommt ausgeruht aus der dunkelgrauen Winterzeit und freut sich auf die bunte, riech- und sehbare Vielfalt des Frühlings. Uns hungert direkt danach. Aber dies ist nicht nur im Frühling so. Wir Menschen brauchen dann und wann einen Neubeginn. Selbst Gott erneuerte seinen Bund mit uns Menschen. Dazu mehr im Predigttext. Ich möchte Sie am Sonntag Exaudi zu einer vielfältigen Gedankenreise einladen und dem „Warum, weshalb und wieso dann und wann neu starten?“ auf die Spur kommen. Vielleicht sehen wir uns!?
Herzliche Grüße, Ihre Melanie Stadlinger



Klicken Sie hier für alle Termine bis zum 7.6.2020.

In Langenzenn können maximal 82 Personen den Gottesdienst besuchen, in Laubendorf maximal 18 Personen. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir die Maximalzahl an Besuchern keinesfalls überschreiten dürfen.

Die für Sie als Gottesdienstbesucher wichtigen Regeln haben wir in diesem Merkblatt zusammengefasst. Die kompletten Infektionsschutzkonzepte finden Sie auf dieser Corona-Info-Seite.

Diese Sicherheitsmaßnahmen sind uns sehr wichtig, weil uns Ihr Wohl am Herzen liegt. Wir wollen in unserer Gemeinde aufeinander achten und uns gegenseitig schützen. Auch die, die nicht an den Gottesdiensten teilnehmen können, wollen wir nicht aus dem Blick verlieren. Im Glauben bleiben wir verbunden.

Save the Date! Jugendandacht am 31. Mai 2020 (Pfingstmontag)

Jugendandacht 2020
Connected with God

"Wie kann Gott mit mir sprechen?" wollte eines der Konfi-3-Kinder wissen. Eine gute Frage, oder? In unserer Jugendandacht am 31. Mai 2020 wird es genau darum gehen. Wir laden hierfür um 18:30 Uhr in den EJ-Garten ein. Einfach der Beschilderung folgen. Für alle, die nicht dabei sein können, lohnt sich ab Pfingsten auch ein Blick in den Youtube-Channel unserer Pfarrei. Ab da wird es immer mal wieder kleine Impulse aus der EJ geben.
Diakonin Martina Sträßner, Jugendreferentin

Save the Date! Kindergottesdienst am 28. Juni 2020

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Auch für unsere Kinder gibt es bald wieder einen Gottesdienst!

Am 28. Juni 2020 feiern wir einen Gottesdienst für Kinder mit ihren Familien um 11:15 Uhr in der Stadtkirche Langenzenn.
Dabei beachten wir gemeinsam die zu diesem Zeitpunkt geltenden Sicherheitsregelungen.
Wir freuen uns auf euch!
Euer KiGo Team

Gemeindebrief Juni/Juli wieder als Druckausgabe!

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Wir freuen uns sehr, dass wir Ihnen den Gemeindebrief für Juni/Juli wieder als Druckausgabe zur Verfügung stellen können! Er wird pünktlich zu Anfang Juni in Ihren Briefkästen liegen. Wir geben Ihnen schon mal eine Vorschau auf das Titelblatt.

Die jeweils aktuelle Ausgabe des Gemeindebriefs finden Sie auch immer online auf unserer Homepage.
Ihre Gemeindebrief-Redaktion

Ihr neuer Mesner in Langenzenn

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Foto: privat

Mein Name ist Matthias Deuerling, und seit Anfang April bin ich in im wunderschönen Hause des Herrn in Langenzenn als nebenamtlicher Mesner zusammen mit Herrn Ziegler tätig.

1972 in Coburg geboren, bin in dem Dorf Frohnlach aufgewachsen. Als Kind war der sonntägliche Besuch des Gottesdienstes in unserer kleinen Katholischen Kirche eine Selbstverständlichkeit.

Nach dem Abschluss der Mittelschule war ich als gelernter Kaufmann in verschiedenen Betrieben tätig. Während meiner Tätigkeit als Justizvollzugsbeamter holte ich in München nebenberuflich mein Abitur nach und studierte anschließend in Bamberg Wirtschaftspädagogik mit Zweitfach Katholische Religionslehre. Seit 2014 bin ich als Beamter zunächst in Coburg und seit 2016 in Nürnberg in der Bayerischen Steuerverwaltung tätig. Beruflich bin ich in dem Job angekommen, der mir viel Freude macht. Durch meine Partnerin habe ich Langenzenn kennen gelernt und wohne seit 01.04.2020 fest hier. Von Anfang an habe ich mich in diesem Städtchen sehr heimisch gefühlt und möchte alles Wissen über meine neue Heimat. Der Heimatverein ist mir dabei eine große Unterstützung und Fundgrube.

Neben all den weltlichen Dingen war ich immer stets ein Suchender nach Gott. Jesus ist es, der mich durch sein Handeln tief beeindruckt und mein seelisches Vorbild und Führer geworden ist. Mein Leben sehe ich als bescheidenen Versuch, Jesus seelisch nahe zu sein und meinen kleinen Beitrag hier auf Erden zu leisten.

Ich bin sehr dankbar, dass mir die Möglichkeit gegeben wird, das Haus des Herrn für Gottesdienste, Taufen, Trauungen und weitere Veranstaltungen vorzubereiten und in Schuss zu halten. Ich wünsche mir, dass sich alle Mitwirkenden, Gottesdienstbesucher und Gäste wohl fühlen und ich dazu beitragen darf, den Kirchenraum mit Wärme und Herzlichkeit anzufüllen und menschlich zu machen. Vielen Dank allen, die mitgewirkt haben, dass ich an diesem ganz besonderen Arbeitsplatz tätig sein darf und die mich unterstützen. Ganz besonders danke ich Herrn Ziegler für die warmherzige und zutiefst menschliche Einarbeitung in diese anspruchsvolle Tätigkeit als Mesner.

Vielleicht kann ich einen kleinen Beitrag dazu leisten, dass die Menschen wieder begreifen, dass ein Leben ausgerichtet auf unseren Dreifaltigen Gott einfach mehr Spaß macht und dem Leben den Sinn gibt, den es verdient hat. Vielleicht wird der sonntägliche Gottesdienstbesuch wieder das, was er einmal war – eine sinnstiftende Selbstverständlichkeit.

Herzliche Grüße, Ihr Matthias Deuerling

Aktualisierung unserer Corona-Infoseiten

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Wir haben unsere Informationen zu unserem kirchlichen Handeln in Zeiten der Corona-Pandemie aktualisiert und ergänzt. Die Änderungen betreffen im wesentlichen Bestattungen und Regelungen im Bereich der Kindertagesstätten.

Sie finden alle Informationen zusammenfassend auf der Homepage unter „Info kompakt“.

"Ein neuer Spirit"

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Anlässlich der Coronakrise verbanden sich vor kurzem über eine halbe Million Menschen zur Aktion „Deutschland Betet Gemeinsam“. Markus Söder gab sich als Schirmherr und appellierte damals:"Wer gläubig ist, soll beten, dass es Deutschland nicht zu hart trifft." Und Präventionparadoxon hin oder her, GOTT SEI DANK hat es uns nicht zu hart getroffen.

Inzwischen täte es gut, wieder einen gemeinsamen Nenner zu finden. Jetzt vor Pfingsten gibt es da eine wunderbare Gelegenheit: Am Donnerstag, 28. Mai 2020 (19:00-20:30 Uhr) verbinden sich Christen aus dem ganzen deutschsprachigen Raum erneut in einem Online-Gebetstreffen. Wer an Gebet und Lobpreis teilnehmen möchte, kann sich unter www.gemeinsamvorpfingsten.org eintragen.


Diakonin Martina Sträßner, Jugendreferentin

Zu guter Letzt: Im Mai

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Allzeit Gottes Segen und Begleitung wünscht Ihnen
Ihr Newsletter-Team der Pfarrei Langenzenn
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