Langenzenn - Laubendorf - Keidenzell - Roßendorf

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Newsletter Nr. 3/2020 der Evang.-Luth. Pfarrei Langenzenn vom 26.09.2020

Hallo lieber Leser, wir sagen herzlich "Grüß Gott" und wünschen Ihnen viel Freude bei der Lektüre unseres Newsletters!

Gedankensplitter: Zuversicht! - Sieben Wochen ohne Pessismismus

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In einer Woche beginnt die vorösterliche Passionszeit. "Zuversicht! - Sieben Wochen ohne Pessimismus" - so lautet das Motto der diesjährigen Fastenaktion der evangelischen Kirche, die durch diese Zeit begleitet. Mein erster Impuls: "Schön! Und auf was verzichte ICH jetzt sieben Wochen lang?". Ich bin nämlich grundsätzlich Optimist. Welchem Pessimismus sollte ich also entsagen? Aber wie immer im Leben lohnt es sich, genauer hinzuschauen.

Ich denke, es geht in der Fastenaktion nicht um Optimismus bzw. Pessimismus im Sinne der Definition als psychologische Grundhaltung. Eine solche ist durch viele Faktoren bedingt und beeinflusst, und kann sicher nicht einfach mal "abgestellt" werden.

Meine Interpretation von Pessimismus in diesem Fall ist: defizitäres Denken, also die Konzentration auf das, was fehlt, was nicht funktioniert, wo es schiefläuft. Und vieles läuft schief in der Welt, im Großen wie im Kleinen. Ich muss keine Beispiele aufzählen, Sie finden sie selbst in den Medien, am Arbeitsplatz, in Familie und Beziehung, kurzum: in allen Lebensbereichen. Aber der Blick ausschließlich auf das Negative raubt kostbare Energie, belastet den Seelenfrieden und kann geradezu zu einer innerlichen "Vergiftung" führen.

Moses war mit seinem Volk in der Wüste unterwegs, und da lief ja auch einiges schief. Die Israeliten waren unzufrieden mit dem langen, entbehrungsreichen Weg. Sie nörgelten und sehnten sich sogar nach Ägypten zurück, wo sie zwar versklavt waren, aber dafür wenigstens ein Dach über dem Kopf und regelmäßig zu essen hatten. Da ging also der Blick auch nur noch auf das, was fehlte. Dass sie aber aus der Sklaverei befreit und auf dem Weg ins gelobte Land waren, schien ihnen schon aus dem Sinn geraten zu sein. So kam es zur Vergiftung - in der Geschichte durch Bisse von "feurigen Schlangen". Erst als die Israeliten ihre Blickrichtung wieder änderten und hinauf auf die von Mose aufgerichtete eherne Schlange als Zeichen Gottes für ihr eigentliches Ziel sahen, konnten sie dem tödlichen Gift entkommen.

In diesem Wechsel der Perspektive liegt für mich die Botschaft der diesjährigen Fastenaktion. Aufschauen! Den Blick wieder mehr auf das Gute, auf das bei aller existierenden Schieflage trotzdem Erreichte richten. Und Vertrauen wagen in Gottes Wege, die nicht immer geradeaus gehen. Das schafft Zuversicht, dass Vieles möglich ist und gut werden kann. Und da erkenne ich auch bei mir selbst durchaus Stellen, an denen ich besser -also zuversichtlicher- werden kann. Dafür muss ich gar nicht weit in die Welt hinausblicken.

"Zuversicht! - Sieben Wochen ohne Pessimismus" - ein gutes Motto, auch für Optimisten wie mich!

Herzlichst, Ihr Jürgen Kern

Rückblick: Einführung von Pfarrerin Heilmeier in München

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Am vergangenen Sonntag (16. Februar) wurde Pfarrerin Heilmeier in ihr neues Amt auf der zweiten Pfarrstelle in der Immanuel-Nazareth-Gemeinde in München eingeführt. Eine sehr beachtliche "Abordnung" aus Langenzenn und Laubendorf hat sie auf diesem Weg begleitet: wir waren fast 50 (fünfzig!) Personen! Das sorgte bei den "Münchnern" für Bewunderung und spontanen Applaus während der Eröffnung des sehr schönen und sehr festlichen, kraftvollen Gottesdienstes. Wir wurden sehr herzlich empfangen und beinahe fürstlich bewirtet. Es ergaben sich viele nette Gespräche und Kontakte mit und zur neuen Heimatgemeinde von Pfarrerin Heilmeier, und vielleicht -so eine am Sonntag spontan geborene Idee- führt einer der nächsten Gemeindeausflüge von Immanuel-Nazareth ja ins schöne Mittelfranken. Wir freuen uns darauf!

Lesen Sie hier noch ein Kurzportrait von Pfarrerin Heilmeier in der Süddeutschen Zeitung.

Text und Fotos: Jürgen Kern

Termine und Veranstaltungen

Klicken Sie hier für alle Gottesdienste bis zum 1.3.2020.

Wir möchten besonders auf folgende Termine hinweisen:
Aufrichtung des Chorkreuzes auf der Stadtkirche Langenzenn am Donnerstag, 27. Februar um 11 Uhr. Details: siehe weiter unten

Ökumenischer Gottesdienst zu Beginn der Passionszeit am Sonntag, den 1. März um 9 Uhr in der katholischen Kirche St. Marien, mit Dekan Hermany und Dekan Schuster. An diesem Tag findet in der Stadtkirche Langenzenn KEIN Gottesdienst statt!

Musical & Jazz - Ein Abend für SIE und IHN am Sonntag, den 1. März um 19 Uhr im Gemeindesaal des Klosters Langenzenn. Details: siehe weiter unten

Die Bibel-o-thek hat am Sonntag, den 1. März von 14-17 Uhr für Sie geöffnet

Im Offenen Gesprächskreis Laubendorf geht es diesmal um die Fastenaktion der evangelischen Kirche mit dem Motto: "Zuversicht - sieben Wochen ohne Pessimismus".
Zeit und Ort: Mittwoch, 4. März 2020, 20 Uhr im Dart-Raum der Gastwirtschaft Frühwald in Heinersdorf

Aufrichtung des Chorkreuzes auf der Stadtkirche Langenzenn

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Am Donnerstag, den 27. Februar um 11.00 Uhr wird unser neues Chorkreuz im Rahmen einer Feierstunde auf dem Dach der Stadtkirche Langenzenn aufgerichtet. Da unsere Kirche kein Kreuz auf der Kirchturmspitze aufweist, und gotische Kirchen normalerweise ein Chorkreuz hatten, werden wir im Zuge der Renovierung ein Chorkreuz genau über dem Hochaltar aufrichten. Es wurde gänzlich von freiwilligen Spendern gestiftet und von der Fa. Hürner aus Cadolzburg gefertigt. Die Aufrichtung wird mit großer Anteilnahme der Öffentlichkeit stattfinden: Bürgermeister Habel, Vertreter des Heimatvereins und der Bauleitung sowie Dekan Schuster werden vertreten sein.

Musical & Jazz - ein Abend für SIE und IHN

... mit der weltbesten Combo "Andi Weiss and Friends"
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Am Sonntag, den 1. März um 19 Uhr laden wir Sie zu einem ganz besonderen musikalischen Event in den Gemeindesaal des Klosters Langenzenn ein.

Ein Abend, den man nicht vergessen darf und den, wenn man ihn genossen hat, auch nicht vergessen wird. Ein Abend von und mit Andi Weiss und seinen kongenialen Musikerfreunden.

In charmanter Moderation führen Sie Andi Weiss und Saxophonistin Christine Balig leicht und beschwingt durch ein Programm, das zwei komplett verschiedener Musik-Genres in Symbiose bringt: Musical und Jazz. Das ist wie Venus und Mars, und genau darum ist es ein Abend für SIE und IHN.

Im ersten Teil werden drei Songs aus dem Musical „Die Schöne und das Biest“ konzertant präsentiert.

In einer kleinen Pause können Sie sich bei alkoholfreien Getränken oder bei ausgewählten Whisk(e)ys, edlen Rums oder auch mit einem Sprizz auf die jazzige Fortsetzung einstimmen.

Dort erwarten Sie unter anderem bekannte Swing-Songs wie „On The Sunny Side Of The Street“ (J. Mc Hugh) oder „Feeling Good“ (A. Newley/L. Bricusse), oder z.B: der Bossa Nova-Klassiker „Wave“ von A.C. Jobim. Das ist aber nur eine kleine Auswahl aus dem Programm – sozusagen ein Appetizer. Wir wollen nicht zuviel verraten, lassen Sie sich überraschen!

Lassen Sie sich diesen kurzweiligen Abend nicht entgehen und erleben Sie musikalisches Können auf höchstem Niveau, das die Finger schnipsen und die Hüfte mitwippen lässt.

Wir freuen uns auf Sie und einen irre vollen Gemeindesaal!
Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen!

Text und Foto: Melanie Stadlinger

Meine Auszeit

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Ich spiele gerne Klavier. Dabei bin ich weit davon entfernt, Klavierspielen zu können. Ich habe es nie gelernt. Genau genommen besitze ich nicht mal ein Klavier, sondern nur ein einigermaßen passables Digitalpiano (zum Wohle meiner Mitbewohner verfügt es über einen Kopfhöreranschluss).

Vielleicht ist genau das alles der Grund, warum Klavierspielen für mich eine wertvolle Auszeit ist. Weder ich selbst noch irgendjemand anders hat diesbezüglich einen Anspruch an mich. Ich muss nichts "liefern", wie sonst den ganzen Tag in meinen verschiedenen Rollen als Ehemann, 4-facher Vater, Führungskraft, Haus- und Grundbesitzer, Ehrenamtlicher usw. An meinem Digitalpiano kann ich einfach "sein". Mehr noch: ich kann sogar einfach "einfach sein". Da reduziert sich meine Welt auf mich und die 88 Tasten. Alle anderen Systeme -selbst die Zeit- sind ausgeblendet. Wie bei einem Kind, das ganz in sein Spielzeug versunken ist. Ich bin dankbar dafür, dass ich in unserer komplexen Welt auf diese Weise immer wieder nochmal "klein" sein kann!

Wie sieht Ihre persönliche Auszeit aus? Schreiben Sie es unserer Redaktion.
Text und Foto: Jürgen Kern

Mitmachen - Mitgestalten!

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Versäumen Sie es nicht, an unsere Online-Umfrage zu den spirituellen Angeboten in unserer Pfarrei teilzunehmen. Sie ist noch bis Ende März offen für Ihre Antworten, Anregungen und Ideen. Klicken Sie dazu hier!

Kinderfreizeit Vestenbergsgreuth

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Die Evangelische Jugend Langenzenn bietet auch heuer wieder ihre beliebte Kinderfreizeit in Vestenbergsgreuth an. Vom 12. bis 16. April begeben sich die Kinder mit den EJ-MitarbeiterInnen diesmal auf eine spannende Weltreise. Weitere Informationen finden Sie auf dem Anmelde-Flyer. Achtung: Anmeldeschluss ist der 13. März!

Gottes Influencerin - ein Tipp der EJ!

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Mit wortgewaltigen Bühnenauftritten, Büchern, einem äußerst erfolgreichen Youtube-Kanal mit fast 20.000 Abonnenten und mit Zehntausenden Instagram-Followern begeistert die Medizinstudentin Jana Highholder aus Koblenz Menschenmassen und vor allem die Jugend.
Homepage: www.janahighholder.de
Youtube: Jana
Instagram: @hiighholder und @janaglaubt

Zu guter Letzt: Abendmahl à la Starbucks

Hostienauswahl
Die Causa "Angebissene Hostie im Kollektenkasten" beschäftigt uns weiter. Doch damit das Ganze nicht zu einem "Running Gag" verkommt, hier nun ein allerletzter Beitrag dazu. Und weil es wirklich der allerletzte ist, und derjenige im letzten Newsletter (Archiv) sich dem Thema eher von der trocken-dogmatischen Seite genähert hat (Transsubstantation und so...), soll es diesmal undogmatisch, untheologisch und vor allem gänzlich un-ernst sein!

Im Dialog mit einer Bekannten habe ich sinniert, was wohl noch weitere Gründe sein könnten, eine Hostie nicht wie vorgesehen gänzlich zu verspeisen. Spontane Gluten-Unverträglichkeit, Überschreitung des täglichen Kohlehydrat-Kontingents, Verstoß gegen die 16:8-Fastenregel oder schlicht und einfach Unzufriedenheit mit dem Geschmack der Hostie waren Gegenstand der Überlegungen. Gerade Letzters hat mich auf die Idee gebracht: man könnte ja als moderne Kirche beim Abendmahl etwas mehr Auswahl anbieten! Analog zu modernen Kaffee-Ketten wie Starbucks, wo Sie ja auch nicht einfach nur "einen Kaffee" bestellen können, würde sich dann in der Kirche vielleicht folgender Dialog zwischen dem Austeiler (A) und dem Kommunikanten (K) entspinnen:

A: Willkommen bei unserem Abendmahl, was darf ich für Sie tun?
K: Eine Hostie bitte.
A: Sehr gerne! Welche Größe? Tall, Grande oder Venti?
K: Äh... ne normale halt.
A: Also Grande.
K: Ist Grande nicht "groß"?
A: Groß wäre Venti.
K: Ok, dann Grande.
A: Sehr gerne! Möchten Sie die Hostie aus Weizenmehl, Dinkelmehl, Roggenmehl, Maismehl, Quinoamehl, Reismehl, Hafermehl, Leinsamenmehl oder Amaranth?
K: Äääh... Dinkel ist glutenfrei, oder?
A: Ja, Maismehl, Reismehl, Hafermehl, Leinsamenmehl auch.
K: Ach so. Dann bitte aus Hafermehl.
A: Sehr gerne! Und möchten Sie die Hostie aus levitiertem Wasser?
K: Levi... was?
A: Hostien aus nicht levitiertem Wasser haben wir in den Sorten Leitungsheimer, Zenngrunder oder Jordantaler.
K: Ja, ähem.. Dann Jordantaler bitte.
A: Sehr gerne! Welchen Flavour?
K: Flavour?
A: Wir haben Classic Vanilla, Straight Hazelnut, Roasted Hazelnut, Caramel, Choc, Double-Choc, Straight-Hazelnut-Choc, Roasted-Hazelnut-Choc, Caramel-Choc und Strawberry.
K: Vanille bitte!
A: Vanille haben wir nicht. Wir haben Classic Vanilla, Straight Hazelnut, Roasted Hazelnut, Caramel, Choc, Double-Choc, Straight-Hazelnut-Choc, Roasted-Hazelnut-Choc, Caramel-Choc und Strawberry.
K: Ja eben! Classic Vanilla sagten Sie doch eben!
A: Classic Vanilla ist nicht Vanille, sondern ohne Flavour.
K: Äh, ach so. Dann bitte Caramel-Double-Choc.
A: Es gibt Caramel, Choc, Double-Choc oder Caramel-Choc, aber nicht Caramel-Double-Choc.
K: Dann nehme ich Strawberry.
A: Sehr gerne! Welchen Cream-Whip möchten Sie?
K: Cream... was?
A: Schlagsahne! Normal, laktosefrei, fettarm, fettarm und laktosefrei?
K: Ach so. Äh, ja... fettarm bitte.
A: Sehr gerne. Als Topping können Sie wählen zwischen Schokoraspeln, Zuckerperlen, Ingwercrunchies, Zimt, Sternanis, Cardamom oder unserer Gethsemane-Mischung.
K: Ach, ja, Gethsome..., Gethsi... Hm... ich nehme Ingwer!
A: Danke für Ihre Wahl! Grande Hafermehl Jordantaler Strawberry mit Low Fat Cream Whip und Ingwercrunchies. Bitte sehr! Christi Leib, für Dich gegeben! Die Kollegin kommt gleich für die Getränkeauswahl...

So, und nun ist endgültig Schluss! Versprochen! :D

Herzlichst, Ihr Jürgen Kern
Allzeit Gottes Segen und Begleitung wünscht Ihnen
Ihr Newsletter-Team der Pfarrei Langenzenn
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