Neue Heizungsanlage für das Kloster
Das Umwelt-Team informiert
Nachdem die alten Kessel für die Beheizung der im Kloster angemieteten Räume (Gemeindesaal, Kapitelsaal, Büro, Besprechungsraum und Jugendräume) bereits 23-25 Jahre alt waren, häufig zu Störungen neigten und unverhältnismäßig viel Gas verbrauchten, stellten wir im Umwelt-Team Überlegungen an, wie dieser Zustand geändert und verbessert werden kann.
Wir holten uns Experten, die uns von der kirchlichen Umweltberatung zur Verfügung stehen und ließen eine Bestandsaufnahme machen und uns beraten. Eigentlich wollten wir eine Holzpellets- oder Hackschnitzelheizung. Dies hätte aber eine Mehrinvestition von ca. 40.000 Euro bedeutet. Nachdem aber der Vermieter, die Immobilien Freistaat Bayern, in diesem Fall die Entscheidung zu treffen hatte, kam leider nur wieder eine Gasheizung dabei heraus, allerdings als sogenannte Brennwerttechnik, also das modernste, was es derzeit auf dem Markt gibt. Die Mehrinvestition wollte man anscheinend doch nicht verantworten, woraus man ersehen kann, dass bezüglich Umwelt auch nicht alles umgesetzt wird, was von der Politik gewollt wird.
Gerade noch rechtzeitig, zu Beginn der Heizperiode, wurde die neue Heizungsan-lage für das Kloster fertig. Die Anlage besteht aus zwei Heizkesseln, die hydraulisch gekoppelt sind. Das heißt, ein Kessel reicht in der Regel aus, um den Bedarf zu decken. Der andere gleicht einen Spitzenbedarf bei großer Kälte aus oder springt ein, falls der erste Kessel einmal nicht funktionieren sollte. Über einen sehr übersicht-lichen Verteiler sind die einzelnen Heizkreise angeschlossen. Diese können in den Haupträumen, wie Gemeindesaal, Alte Küche oder Kapitelsaal geregelt werden. Zusätzlich gibt es jetzt noch eine getrennte Regelung für die Fußbodenheizung im Gemeindesaal und in der Alten Küche. Dies war bisher nicht möglich und führte dazu, dass jedes Mal, wenn im Gemeindesaal eine Veranstaltung war, die Alte Küche mit aufgeheizt werden mußte und, was noch viel schlimmer war, wenn der umgekehrte Fall eingetreten ist. Die Wassernachspeisung und Entlüftung erfolgen vollautomatisch und muß sich niemand mehr darum kümmern.
Durch den Einbau von effizienten Reglern konnten wir zwar im vergangenen Jahr schon sehr viel Gas einsparen. Durch diese neue Technik und nochmals verfeinerter Regelung haben wir bis jetzt im Schnitt der letzten 3 Monate 19,33% eingespart.
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August |
September |
Oktober |
November |
Dezember |
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2007 (m³) |
63 |
480 |
1209 |
1781 |
2208 |
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2008 (m³) |
0 |
582 |
988 |
1192 |
2044 |
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Ersparnis (%) |
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18 |
33 |
7 |
Daran sieht man einmal, wie sich die Technik innerhalb der letzten 20 Jahre verän-dert und verbessert hat und dass es sich schon lohnt, darüber nachzudenken, ob man nicht einen alten Kessel durch eine neue, moderne Technik ersetzt. Aus der Tabelle ist auch zu ersehen, dass durch die veraltete Technik selbst im Sommer noch Gas verbraucht worden ist. Der Mehrverbrauch im September rührt von der Inbetriebnahme und Einregelung der Anlage her.
Bleibt abzuwarten, wie das Ergebnis am Ende der Heizperiode ist. Dabei muß aber bedacht werden, dass dieser Winter im Vergleich zum letzten wesentlich kälter ist und deshalb unter dem Strich doch ein etwas höherer Verbrauch festzustellen sein kann.
Bericht & Bilder: Walther Keller
Artikel erstellt am: 16.01.2009 · Letzte Änderung: 01.02.2012 09:45 Uhr
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