Marienvesper 2008
21. Dezember 2008
Freudig erregte Engel mit vokalem Flammenschwert ...
... stand in den Fürther Nachrichten als Nachlese auf die „Marienvesper“ von Claudio Monteverdi als Überschrift. Markus Simon machte es mit seiner Kantorei, dem Vokalensemble sowie das auf historischen Instrumenten bzw. deren Nachbildung spielende Barockensemble Hyperion am 4. Advent möglich.
Zur Geschichte dieser vertonten Marienverehrung: Unzufrieden am Hof der Gonzaga in Mantua widmete Monteverdi 1610 den Druck seiner Marienvesper (auf italienisch: Vespro della Beata Vergine) Papst Paul V., um sich für eine musikalische Anstellung in Rom zu empfehlen. Die Widmung gleicht der Abgabe einer Visitenkarte, bei der Monteverdi unterschiedlichste moderne Kompositionstechniken vorführte und zu einer künstlerischen Einheit verband - es entstand somit das ohne Zweifel bedeutendste sakrale Werk des 17. Jahrhunderts. Und dieses Werk wurde in der Stadtkirche eindrucksvoll präsentiert. Die Gesangssolisten waren: Claudia Reinhard und Silke Mändl (Sopran), Johanna Zimmermann (Alt), Manuel Warwitz und Markus Zapp (Tenöre) sowie der Bass Tomi Wendt und als Ergänzung zum Septett Markus Simon (Bass).
Die schlichten gregorianischen Choräle, dargeboten von der Langenzenner Kantorei, sowie die opernhaften Arien und Duette der Solisten fesselten die Zuhörer von der ersten Minute an. Als Kontrapunkt zu dem sonst üblichen „Weihnachtsoratorium“ von Bach ist die Marienvesper wirklich großartig gelungen.
Bericht & Bilder: Ingrid Blank
Artikel erstellt am: 09.01.2009 · Letzte Änderung: 19.10.2011 15:56 Uhr
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